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Amazon

Amazon Status: Zugriffsprobleme und Störungsmeldungen

Probleme erkannt

Benutzer melden Probleme in Bezug auf: Webseite abgestürzt, Fehler und Einloggen.

Amazon (Amazon.de) ist der weltgrößte Online Vertreiber und ein berühmter Anbieter von cloud Diensten. Ursprünglich verkaufte Amazon Bücher, aber hat expandiert und verkauft eine Vielfalt an Konsumgütern und digitalen Medien und seine eigenen elektronischen Geräte.

Probleme in den letzten 24 Stunden

Die folgende Grafik zeigt die Anzahl der Meldungen, die wir in den letzten 24 Stunden über Amazon nach Tageszeit erhalten haben. Ein Ausfall wird festgestellt, wenn die Anzahl der Berichte höher ist als die Baseline, dargestellt durch die rote Linie.

29. Juli: Probleme bei Amazon

Amazon hat Probleme seit 06:40 CET. Sind Sie auch betroffen? Hinterlassen Sie eine Nachricht im Kommentarbereich!

Meist gemeldete Probleme

Im Folgenden sind die neuesten Probleme aufgeführt, die von Amazon-Benutzern über unsere Website gemeldet wurden.

  • 48% Webseite abgestürzt (48%)
  • 28% Fehler (28%)
  • 24% Einloggen (24%)

Live-Karte der Ausfälle

Die kürzlichst gemeldeten Probleme und Ausfälle entstanden von

CityProblem TypeReport Time
Benito Juarez Einloggen vor 15 Stunden
Piscataway Fehler vor 17 Stunden
Rices Landing Einloggen vor 20 Stunden
Salt Lake City Fehler vor 2 Tagen
Lake Butler Webseite abgestürzt vor 3 Tagen
Annecy Webseite abgestürzt vor 3 Tagen
Vollständige Ausfallkarte

Community-Diskussion

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Amazon Problemmeldungen

Letzte Ausfälle und Probleme die in sozialen Medien gemeldet wurden:

  • HamburgSent
    ~rivet joint~ (@HamburgSent) berichtet

    @anon2635417519 @NeuesAusDemNest Noch nie erlebt, dass Amazon im Kundenservicechat nicht sofort etwas zu meinen Gunsten geregelt hätte. Keine Probleme.

  • Amber_FPunkt
    Amber F. (@Amber_FPunkt) berichtet

    @Neffton1 Einfach eine Email an die im Impressum angegebene Adresse senden. Dann ist die Nachricht im Verfügungsbereich von Amazon angekommen und man hat wenigstens etwas in der Hand falls die Sache weiter eskaliert. Nach § 130 BGB ist eine Erklärung zugegangen, sobald sie so in den Machtbereich des Empfängers gelangt ist, dass dieser unter normalen Umständen von ihr Kenntnis nehmen kann. Bei E-Mails reicht es aus, dass sie auf dem Server des Empfängers (Impressum-Adresse) ankommt – unabhängig davon, ob sie gelesen oder beantwortet wird.

  • StefanZeuner
    Stefan Zeuner (@StefanZeuner) berichtet

    @Faktencheck2030 Bitte 5 Minuten in meinen 'Fall' investieren: 1. Bestdokumentiert, Zero Übertreibung. 2. Habe 2011 im Wissen um die kommenden Probleme (neben Autochallenge aus USA/Tesla und China noch Klima und die Verkrustungen in D) ein Konzept für ein leichtes EAuto erarbeitet, das mit Fug und Recht 'Cybercab 3.0' (also weiter gedacht) heißen kann. Ziel: Aufbau von SW- und Digitalisierungskompetenzen, maximale Effizienz (also auch Vermeiden von Wegen, Mehr an ÖPNV/Zugnutzung), innovative Lösungen für Kunden und qua dig. geführter Crowddelivery ein GENUIN europ. Gegenmodell zu Amazon. 3. Was ist passiert? 2018 planvoll und koordiniert geraubt und ZUSAMMEN mit US-BigTech und BigMoney angegangen! Also exakt das Gegenteil vom Sinnvollen! Wurde dann irgendwann als Fehler erkannt und seitdem oberflächlich auf europäisch getrimmt. 4. Habe 2025 noch naiverweise ggü einem Friedrich Merz sehr nahestehenden Mann offenbart, daß mein Auto zudem noch einen Dual Use hat, also die Neuverschuldung senken könnte... Danach haben dann Herr zu Guttenberg und Februar 2026 VW (VW Amarok mit einer 1:1 Kopie meiner Patentskizze auf der EnForceTac in Nürnberg) das Thema 'dual use' entdeckt - ich dagegen darf noch weiter mit den 2018 angepaßten Betonschuhen im Hafenbecken tauchen... ... 5. Die Frage, wer über das entstehende Logistiknetzwerk die Kontrolle haben wird, wird gerade entschieden - ex post kann man gerne noch kritische Artikel schreiben, aber eben nichts mehr groß ändern!

  • Larirawiel
    Larirawiel (@Larirawiel) berichtet

    @ZaraRiffler Wobei ich leider sagen muss, die Akkus von denen sind immer schlechter geworden. Die einzigen Akkus, die schnell kaputt gingen sind entweder billigster Chinaschrott ala "Amazon Basics" und Varta. Z.B. die von Phillips laufen wie eine eins.

  • OrangeManJr
    ToxicButCute 🇺🇦 (@OrangeManJr) berichtet

    @salingergregor Dann ist Anker für den Versand und die Ware verantwortlich und nicht Amazon oder? Und was genau soll Amazon da machen? Ich kaufe fast ausschließlich bei Amazon und da hab ich noch nie ein Problem gehabt bei hunderten Bestellungen

  • BastianSch3173
    Bastian Schröder (@BastianSch3173) berichtet

    @Inclutus @amazon Bei Amazon null Problem. Die haben nicht umsonst Standards im EBürschtniss gesetzt. Als Händler die Hölle, aber als Kunde 👌

  • andreasfrey5
    andreas frey (@andreasfrey5) berichtet

    @Shepherddog1970 Wir haben gar keine Abos, Tochter so einen Stick und Netflix, Kleinster kündigt grad wie wild, nur Sorgenkind hat 3 oder 4 Streamingabos. Nur Amazon, das haben 2 der Zwerge, die mit dem großen Bestellbedarf😡, wird aber auch langsam ausgemustert

  • WingschREI
    Knut Wingsch 🇪🇺 🇺🇦 🇺🇳 🇺🇸 (@WingschREI) berichtet

    Die Evolution der KI-Infrastruktur: Alternative Kühlungskonzepte, zirkuläre Abwärmenutzung und dezentrale Energieversorgung für Rechenzentren Die fortschreitende Skalierung von KI-Workloads, getrieben durch Deep Learning, komplexe Simulationen und generative Sprachmodelle, stößt an fundamentale physikalische, ökonomische und ökologische Grenzen. Während klassische Rechenzentren historisch eine durchschnittliche Anschlussleistung von rund 32 MW aufweisen, verlangen moderne, KI-fokussierte High-Performance-Computing-Anlagen (HPC) bereits standardmäßig 80 MW oder mehr. Der europäische Strombedarf für Rechenzentren ist von 56 TWh im Jahr 2010 auf gegenwärtig über 87 TWh gestiegen und wird bis zum Jahr 2030 auf prognostizierte 98 TWh anwachsen. Für Deutschland wird für das Jahr 2025 mit einem Strombedarf von rund 16,4 Milliarden Kilowattstunden gerechnet, was nahezu der jährlichen Windstromerzeugung des gesamten Bundeslandes Schleswig-Holstein entspricht. Dieses immense Wachstum verläuft parallel zu einer drastischen Verschärfung des Ressourcenverbrauchs: Neben dem reinen Energiebedarf stellt die Kühlung der Serverräume, die historisch etwa 40 Prozent der Gesamtenergie verschlingt, eine erhebliche Belastung dar. Klassische, auf evaporativer Kühlung basierende Systeme verbrauchen gigantische Wassermengen: Der jährliche Wasserfußabdruck von Rechenzentren könnte bis 2027 auf bis zu 5 Milliarden Kubikmeter anwachsen, was die lokalen Ökosysteme und urbanen Versorgungsnetze unter massiven Stress setzt. Vor diesem Hintergrund entwickelt sich die Bewältigung von Kühlungsaufwand und Abwärme von einer betrieblichen Herausforderung zu einem eigenständigen, hochdynamischen Wirtschaftszweig, der innovative und kreislauforientierte Alternativen zu herkömmlichen Methoden etabliert. Regulatorischer Rahmen und juristische Klassifizierung: Der Hebel des Energieeffizienzgesetzes (EnEfG) In Deutschland setzt das am 18. November 2023 in Kraft getretene Energieeffizienzgesetz (EnEfG) strenge Rahmenbedingungen für Betreiber ab einer nicht-redundanten Nennanschlussleistung von 300 kW, was bundesweit rund 1.000 Standorte betrifft. Eine erste Veröffentlichung der Bundesstelle für Energieeffizienz (BfEE) vom 15. Januar 2025 verzeichnete über 2.600 erfasste Unternehmen mit mehr als 19.000 Abwärmepotenzialen, die eine jährliche Abwärmemenge von insgesamt 160 TWh repräsentieren. Betreiber müssen bis zum 31. März jedes Jahres detaillierte Parameter für das vorangegangene Kalenderjahr an das Energieeffizienzregister übermitteln, darunter den Namen des Unternehmens, die exakte Standortadresse, die jährliche Wärmemenge, die maximale thermische Leistung sowie Leistungsprofile zur zeitlichen Verfügbarkeit und Details zu Druck, Temperatur und Regelungsmechanismen. Verstöße gegen diese Meldepflichten werden mit Bußgeldern von bis zu 100.000 Euro geahndet. Juristisch von zentraler Bedeutung ist die Einordnung von Abwärme: Da sie gemäß dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) nicht unter den Begriff der "Energie" fällt, gilt ein Rechenzentrumsbetreiber, der Abwärme auskoppelt und liefert, rechtlich nicht als Energieversorger oder Netzbetreiber. Dies reduziert den bürokratischen Aufwand drastisch. Auch kartell- und wettbewerbsrechtlich ist die unentgeltliche Abgabe von Abwärme an Wärmenetzbetreiber oder lokale Abnehmer unbedenklich, da Unternehmen im Rahmen der freien Marktwirtschaft ihre Preise grundsätzlich frei bestimmen dürfen und eine kostenlose Abgabe kein wettbewerbswidriges Verhalten darstellt. Flankiert wird dies durch § 11 Abs. 3 des EnEfG, welcher Wärmenetzbetreiber verpflichtet, Rechenzentren bei einem vorliegenden Abwärmeangebot über die Kapazitäten und Einspeisemöglichkeiten des Wärmenetzes zu informieren. Das Gesetz verlangt für Neubauten ab dem 1. Juli 2026 eine Energieverbrauchseffektivität (PUE) von kleiner oder gleich 1,2 sowie einen gestaffelten Anteil wiederverwendeter Energie (ERF) von mindestens 10 Prozent, der bei Inbetriebnahme ab dem 1. Juli 2027 auf 15 Prozent und ab dem 1. Juli 2028 auf mindestens 20 Prozent ansteigt. Für Altanlagen gelten Übergangsfristen für den PUE-Wert von kleiner oder gleich 1,5 ab dem 1. Juli 2027 und kleiner oder gleich 1,3 ab dem 1. Juli 2030. Die geplante EnEfG-Novelle sieht punktuelle Erleichterungen vor, darunter die Erhöhung der Relevanzgrenze auf 500 kW installierter IT-Leistung, eine moderate Anhebung der Neubau-PUE-Grenzwerte auf 1,3 (bzw. 1,6 und 1,4 für Bestandsanlagen) sowie eine Ausnahme von der Abwärmenutzungspflicht, falls im Umkreis von fünf Kilometern keine zumutbare Anschlussmöglichkeit an ein Wärmenetz existiert. Unangetastet bleibt jedoch die Pflicht, den Stromverbrauch ab 2027 zu 100 Prozent bilanziell durch Strom aus erneuerbaren Energien zu decken. Fortgeschrittene Kühltechnologien und thermo-hydraulische Transformation Die technologische Bewältigung dieser strengen Effizienzpfade erfordert eine Abkehr von der klassischen Luftkühlung, bei der kühle Luft über Ventilatoren durch die Server transportiert wird, was bei dichten GPU-Komponenten zu einem thermischen Flaschenhals führt. Die direkte Flüssigkeitskühlung (Direct-to-Chip) und die Immersionskühlung, bei der Server vollständig in ein dielektrisches Fluid wie Mineralöl oder synthetische Flüssigkeiten eingetaucht werden, bieten deutlich effizientere Wärmeeinsparungen und ermöglichen die direkte Absorption von bis zu 100 Prozent der Abwärme im Fluid. Einen innovativen Weg schlägt das MIT-Startup Ferveret ein. Das dort entwickelte System "Adaptive Phase Cooling" (APC) ist von der Kühlung von Kernreaktoren durch unterkühltes Sieden (subcooled boiling) inspiriert. Die Server werden in ein PFAS-freies Fluid mit niedrigem Siedepunkt getaucht. Bei thermischer Last bilden sich an der Chipoberfläche extrem kleine Dampfblasen, die sich in hoher Frequenz ablösen und in der kühleren Umgebung kondensieren. Dieser beschleunigte Blasen-Wiederbenetzungszyklus steigert die Rechenleistungseffizienz im Vergleich zu modernsten Flüssigkeitskühlungen um 15 Prozent. Zusammen mit einem softwaregestützten Leistungsregelsystem können Rechenzentren bei gleicher elektrischer Leistungsaufnahme 35 Prozent mehr KI-Token generieren. Da das System völlig wasserfrei arbeitet, ermöglicht es die Errichtung von Rechenzentren in wasserarmen Regionen, die über ein hohes Potenzial an Solarenergie verfügen. Die Heißwasser-Direktkühlung wird auch von Pionieren wie Cloud&Heat Technologies eingesetzt, einem 2011 als AoTerra gegründeten Dresdner Unternehmen, das nach einer Seedmatch-Crowdfunding-Kampagne von einer Million Euro im Jahr 2014 heute über 100 Mitarbeiter beschäftigt und einen Jahresumsatz von 15,5 Millionen Euro erzielt. Die thermodynamische Bilanzierung zeigt die drastischen Einsparpotenziale dieser Technologie: Während ein luftgekühltes 500 kW-Rechenzentrum bei 50-prozentiger Auslastung rund 1.000 MWh Strom pro Jahr allein für die Kühlung benötigt, reduziert die Heißwasser-Direktkühlung von Cloud&Heat diesen Bedarf auf ca. 320 MWh pro Jahr. Inklusive der Demontage oder extremen Drehzahlreduktion von Onboard-Lüftern, die bei herkömmlichen Servern bis zu 25 Prozent der Leistungsaufnahme ausmachen, ergibt sich eine jährliche Gesamtersparnis von rund 950 MWh. Bei einer Austrittstemperatur des Heißwassers von 50 °C bis 60 °C kann die Wärme selbst im Hochsommer mit minimalem energetischem Aufwand über Trockenrückkühler abgeführt werden. Ein Praxisbeispiel ist das Rechenzentrum im Frankfurter Hochhaus Eurotheum (ehemaliger Sitz der EZB), wo 70 Prozent der Serverabwärme direkt in den Heißwasserkreislauf eingespeist werden, um Büros und ein Hotel zu beheizen, was dem Betreiber jährlich rund 190.000 Euro an Kühlkosten und 65.000 Euro an Heizkosten einspart. (siehe Tabelle "Kühlsystem") Geografische Disloziierung: Lakustrische und marine Kühlarchitekturen Die Ausnutzung natürlicher geographischer Gegebenheiten stellt eine weitere hocheffiziente Alternative dar, um den Kühlstrombedarf auf ein Minimum zu reduzieren. Das Prinzip des Deep Lake Water Cooling (DLWC) entzieht tiefen Seen, in denen das Wasser stabil bei 4 °C liegt, kaltes Wasser zur indirekten Kühlung. In Toronto betreibt Enwave ein System mit drei (kürzlich durch eine vierte Leitung in 70 Metern Tiefe erweiterten) HDPE-Rohrleitungen von 5 Kilometern Länge auf dem Grund des Ontariosees. Das System fördert täglich bis zu 453 Millionen Liter Rohwasser, das über 36 große Plattenwärmetauscher die Wärme des geschlossenen Kühlkreislaufs von über 200 Gebäuden in der Innenstadt aufnimmt, bevor es unverschmutzt dem städtischen Trinkwassernetz zugeführt wird. Dies spart jährlich 832 Millionen Liter Wasser und 55 MW Netzleistung ein. Davon profitieren Großabnehmer wie das Toronto General Hospital, das dadurch 20 bis 30 Prozent seiner Investitionsmittel für die Patientenversorgung freisetzen konnte, sowie das Rechenzentrum von Telehouse. Ähnlich arbeitet das ewl Stollen Lucerne Data Center in der Schweiz, das in einem ehemaligen Zivilschutzbunker aus den 1960er Jahren errichtet wurde und nach dem TÜViT Level 3 Standard zertifiziert ist, wobei die Serverabwärme in das ökologische Seewasser-Wärmenetz eingespeist wird. In Sauda, Norwegen, betreibt Terakraft ein 10 MW-Rechenzentrum in einem umgebauten Wasserkraftwerk von 1919 unter Nutzung von Seewasserkühlung, was einen PUE-Wert von unter 1,1 ermöglicht und die niedrigen Energiepreise des norwegischen Wasserkraftnetzes optimal ausnutzt. Die radikalste Form der marinen Disloziierung stellen submarine Rechenzentren (Underwater Data Centers - UDC) dar. Nachdem HiCloud 2023 das weltweit erste kommerzielle UDC vor der tropischen Insel Hainan installierte, wurde im Mai 2026 vor der Küste von Shanghai-Lingang das erste direkt mit einem Offshore-Windpark gekoppelte submarine Rechenzentrum in Betrieb genommen. Das mit einem Investitionsvolumen von 1,6 Milliarden Yuan (ca. 228 Millionen US-Dollar) errichtete System befindet sich in 10 Metern Wassertiefe und beherbergt in der ersten Phase ein 2,3 MW-Demonstrationsmodul (geplante Endkapazität 24 MW) mit 192 Serverracks auf vier Ebenen und rund 2.000 Servern. Durch die passive Kühlung mittels Kupferrohr-Wärmetauschern im umgebenden Meerwasser sinkt der Strombedarf für die Kühlung auf ein Zehntel eines landbasierten Rechenzentrums, was die Gesamtleistungsaufnahme um 22,8 Prozent senkt und einen PUE-Wert von 1,15 garantiert. Zu den Kunden gehören China Telecom und LinkWise. Zirkuläre Abwärmesymbiosen: Agrarwirtschaft, Aquakulturen und Biosphären Die geringe Qualität herkömmlicher Abwärme (30 °C bis 40 °C) stellt für Fernwärmenetze ein Hemmnis dar, da sie mittels Großwärmepumpen energieintensiv aufgewertet werden muss. Für biologische Prozesse hingegen stellt dieses Temperaturniveau ein thermodynamisches Optimum dar. Der Cloudhoster Windcloud 4.0 demonstriert dies auf dem Greentec-Campus in Enge-Sande, Nordfriesland. Die ca. 35 °C warme Abluft des windstrombetriebenen Rechenzentrums wird ohne den Einsatz von Wärmepumpen direkt in eine dachbasierte Algenfarm geleitet. In geschlossenen Glasschlauch-Photobioreaktoren züchten 14 genossenschaftlich organisierte Vertragsbauern Spirulina- und Chlorella-Algen. Da ein Kilogramm Algenbiomasse zwei Kilogramm CO2 bindet, agiert das Rechenzentrum aktiv als CO2-Senke. Das Konzept geht auf das Forschungsprojekt 'Aufwind' zurück, das die Kerosinherstellung aus Algenöl untersuchte; heute werden die Algen für Nahrungsergänzungsmittel und Kosmetika vertrieben. Zudem nutzt Windcloud leerstehende Bundeswehrbunker auf dem Greentec-Campus für nachgelagerte zirkuläre Prozesse. Im Bereich der Aquakultur kooperiert Green Mountain in Rjukan, Norwegen, seit Herbst 2025 mit Hima Seafood. Eine unterirdische Closed-Loop-Pipeline verbindet das Rechenzentrum DC2-Telemark mit einer 800 Meter entfernten Land-Forellenzucht. Das 50 °C warme Kühlwasser stabilisiert die Zuchttanks für 30.000 Forellen und fließt abgekühlt zurück in den Rechenzentrumskreislauf, was eine thermische Leistung von 1,75 MW (geplante Skalierung auf 8 MW) hocheffizient nutzt. In Japan nutzt das 'Snow Eel'-Projekt in Bibai City (Hokkaido) Serverwärme für die Aalzucht, während in Okaya City eine Kooperation von MHI und Acing unter Verwendung des POSC-RAS®-Systems (Perfect On Shore Closed Recirculating Aquaculture System) die weltweit erste kommerzielle Landzucht von Atka-Makrelen (Hokke) realisiert. Dieses System nutzt Ozonreinigung zur Keimunterdrückung, benötigt keine Antibiotika und ist ortsunabhängig installierbar, erfordert jedoch eine konstante externe Wärmequelle. Im schwedischen Boden wiederum beheizt die Abwärme eines 550 kW-Containers von Genesis Mining ein 300 Quadratmeter großes Smart Greenhouse. Systemair lieferte hierfür die Belüftungssysteme (Geniox-Lüftungsgeräte, MUB-Ventilatoren, Optima VAV-Regler), während Berechnungen der Technischen Universität Luleå zeigten, dass diese Leistung ausreicht, um das Gewächshaus selbst bei nordschwedischen Wintertemperaturen von -30 °C auf konstanten 22 bis 24 °C zu halten. Die Koppelung von Aquakultur und Hydroponik zu geschlossenen Aquaponik-Systemen lässt sich mittels IoT-Sensoren (z. B. auf Basis von Raspberry Pi) präzise steuern. Diese Systeme überwachen kontinuierlich Parameter wie Salinität, pH-Wert, gelösten Sauerstoff sowie Calcium- und Ammoniumkonzentrationen und regulieren über Aktuatoren die Wärme- und Nährstoffzufuhr, was den Dünge- und Heizaufwand im Vergleich zu konventionellen Agrarsystemen minimiert. Um Abwärme im Sommer oder bei fehlenden lokalen Abnehmern nutzbar zu machen, bietet sich zudem die Adsorptionskältetechnik an. Enicon-Geschäftsführer Sören Paulußen verweist hierbei auf innovative Feststoffe der neuen Generation (wie Zeolithe oder Silicagel), die im Gegensatz zur klassischen Absorption (Siedetemperatur 75 °C) bereits bei extrem niedrigen Eingangstemperaturen von ca. 50 °C hocheffizient Kälte aus Abwärme erzeugen. Dies erlaubt eine kontinuierliche, ganzjährige Entlastung der Rechenzentrumskühlung ohne elektrischen Zusatzaufwand. Industrielle Luft- und CO2-Symbiosen: Direct Air Capture (DAC) Eine der vielversprechendsten ganzjährigen Anwendungen für Serverabwärme ist die Verknüpfung mit Direct Air Capture (DAC)-Technologien. Unternehmen wie NEG8 Carbon und NeoCarbon, das im Rahmen des Net Zero Innovation Hubs für Rechenzentren (unter Beteiligung von Google und Microsoft) gefördert wird und eine BMWK-Förderung erhält, integrieren DAC-Module direkt in die Kühlinfrastruktur. Das NEG8-System nutzt die Serverabwärme zur Regeneration fester Sorptionsmittel (Desorptionskühlung), wodurch das CO2 freigesetzt und permanent im Boden gespeichert werden kann (DACCS). Die thermische Extraktion senkt die Temperatur des Kühlmittels im Rechenzentrum von 65 °C auf 55 °C, was den mechanischen Kühlaufwand erheblich reduziert. Zudem gewinnt das System durch atmosphärische Kondensation reines Frischwasser (Water Harvesting), was den externen Wasserbezug des Rechenzentrums vollständig eliminieren kann. Einen dezentralen Weg beschreitet das französische Unternehmen Qarnot Computing. Im Rahmen des PULSE-Programms (in Kooperation mit Inria und der Umweltbehörde Ademe) betreibt Qarnot eine dislozierte HPC-Infrastruktur. Die Server werden als digitale Heizkörper (QH-1) oder digitale Warmwasserkessel (QBx-Module mit einer Leistung von bis zu 11 kW und 24 AMD-Prozessoren auf OCP-Basis) direkt in Wohngebäuden, Schulen oder Schwimmbädern installiert. Die Serverabwärme wird über Kupferrohre und passive Wärmeübertrager zu 95 Prozent direkt zur Erwärmung von Nutzwasser auf bis zu 65 °C genutzt, während Qarnot die Rechenleistung an HPC-Kunden vermarktet und den Bewohnern den verbrauchten Strom zu 100 Prozent zurückerstattet. Das Unternehmen kooperiert unter anderem mit der Casino-Gruppe zur Nutzung leerstehender Lagerhallen als dezentrale HPC-Knoten. Autonome Energieerzeugung und Hardware-Architekturen der nächsten Generation Die Bewältigung des Primärenergiebedarfs führt zu einer Renaissance der Kernenergie und der Wasserstoff-Technologie. Angesichts von Netzengpässen und Interkonnektionsverzögerungen von bis zu einem Jahrzehnt sichern sich Hyperscaler autonome, CO2-freie Energiequellen hinter der Netzgrenze (behind-the-meter). Microsoft reaktivierte für 20 Jahre die Stromabnahme aus dem Kernkraftwerk Three Mile Island (837 MW), während AWS eine 17-jährige PPA über 1,92 GW Strom aus dem Kernkraftwerk Susquehanna vereinbarte. Für die zukünftige autarke Energieversorgung stehen Small Modular Reactors (SMRs) im Fokus, die sich durch passive Sicherheitsmerkmale und geringen Platzbedarf (ca. 50 Acre / 20 Hektar) auszeichnen. Zu den führenden SMR-Startups gehören X-Energy, das mit seinem heliumgekühlten Xe-100 Hochtemperaturreaktor (80 MW pro Modul, skalierbar auf 960 MW) eine 5-GW-Partnerschaft mit Amazon bis 2039 anstrebt, sowie TerraPower (gegründet von Bill Gates), das einen natriumgekühlten Natrium-SMR (345 MW mit Flüssigsalz-Energiespeicher) im Wyominger Kemmerer realisiert. Westinghouse entwickelt den AP300 SMR auf Basis der bewährten AP1000-Technologie, während NuScale Power in Simulatoren die direkte Kopplung von SMRs mit Festoxid-Elektrolyseuren zur wasserstoff- und emissionsfreien Meerwasserentsalzung erprobt. Zur dezentralen Energieerzeugung und Notstromabsicherung etablieren sich Brennstoffzellensysteme: Bloom Energy realisiert Großprojekte mit AEP (bis zu 1 GW), SK Eternix (80 MW) und Equinix (>100 MW), während Microsoft Ballard Power Systems für eine 3-MW-Wasserstoff-Notstrom-Brennstoffzelle als Ersatz für Dieselgeneratoren nutzt. (siehe Tabelle "Technologie-Anbieter") Um den gigantischen Ressourcenverbrauch an der Wurzel zu packen, entwickeln Forschungsinstitute alternative Rechnerarchitekturen, da die Rechenleistung historisch um das 60.000-fache gestiegen ist, die Speicherbandbreite jedoch nur um das 100-fache (Memory-Wall-Dilemma). IBM Research erforscht analoges In-Memory-Computing mittels resistiver RAM-Zellen, um Rechenoperationen direkt im Speicher auszuführen und den Datentransfer zu eliminieren. Photonische Netzwerke, wie die von Ipronics entwickelten optischen Switch-Matrizen, erlauben das verlustfreie Umschalten von GPU-Clustern im Mikrosekundenbereich vollständig im optischen Bereich. Im Bereich des Edge-Computing entwickeln Fraunhofer IIS und IPMS im Projekt ADELIA einen analogen Deep-Learning-Inferenz-Beschleuniger auf Basis von Spiking Neural Networks (SNNs), der Berechnungen über analoge Crossbars ausführt. Diese neuromorphen Architekturen emulieren die synaptische Plastizität des Gehirns und verarbeiten Informationen asynchron und ereignisgesteuert, was die Energieeffizienz um mehrere Größenordnungen steigert und den Kühlbedarf drastisch minimiert. Fazit und strategische Empfehlungen Die Bewältigung der ökologischen und ökonomischen Herausforderungen moderner KI-Rechenzentren erfordert ein radikales Umdenken von einer rein linearen Verbrauchsphilosophie hin zu einer systemisch integrierten, zirkulären Infrastruktur. Betreiber, die sich frühzeitig als aktive Partner regionaler Wärme-, Agrar- und Industrienetze positionieren, wandeln die regulatorischen Zwänge des EnEfG in signifikante Wettbewerbsvorteile um. Aus den technologischen Entwicklungen lassen sich vier Kernempfehlungen für die strategische Planung ableiten: • Hydraulische und thermodynamische Optimierung bevorzugen: Bei der Konzeption neuer Standorte ist die Heißwasser-Direktkühlung oder die PFAS-freie Phasenwechselkühlung zwingend vorzusehen. Nur so lässt sich die Abwärme ohne energieintensiven Aufwertungsaufwand auf einem Temperaturniveau von über 50 °C direkt für anspruchsvolle thermische Abnehmer bereitstellen. • Systemische Standortkoppelung realisieren: Die Ansiedlung neuer Anlagen sollte primär in direkter Nachbarschaft zu ganzjährigen, industriellen Wärmeabnehmern wie Meerwasserentsalzungsanlagen, Direct-Air-Capture-Anlagen oder geschlossenen landbasierten Kreislauf-Aquakulturen erfolgen, um das wirtschaftliche Risiko ungenutzter Sommerabwärme zu eliminieren. • Autonomie der Energieversorgung prüfen: Zur Umgehung langwieriger Netzanschlussverfahren und zur Absicherung des 100-prozentigen Grünstromgebots ab 2027 ist die direkte Integration von On-Site-Brennstoffzellen oder die Beteiligung an SMR-Entwicklungsprogrammen als langfristige Grundlastabsicherung strategisch zu evaluieren. • Revisionssicheres Datenmanagement implementieren: Da der Vollzug des EnEfG zunehmend über digitale, stichprobenartige Kontrollen des BAFA erfolgt, müssen Betreiber automatisierte Messkonzepte und Energiemanagementsysteme implementieren, die alle relevanten Verbrauchs-, PUE- und ERF-Daten lückenlos und auditfähig dokumentieren.

  • devilor2k
    Devilor2k (@devilor2k) berichtet

    @Inclutus @amazon Hatte 1x ein falsches Produkt, aber mein Highlight war mal ein leeres Paket. War nie ein Problem das über den Support zu klären.

  • johann_sie1985
    Johann Siemens | Freedomeers (@johann_sie1985) berichtet

    @thepurecon1971 @Mario1679020 Das ist genau das Ding. Ich bestelle ultra viel bei Amazon. Wenn ihr jetzt alle dicht macht, weil "Fuck you, für das Geld nicht!" mäßig einfach der Job geschmissen wird, dann hast du mit dem ganzen Onlinehandel ein riesen Problem. Und jetzt erklär das mal den ganzen Sesselfurzern, wie ich einer bin, das wir jetzt für Staubsaugerbeutel, Socken und so einen Blödsinn plötzlich wieder in die Läden müssen, weil Amazon Prime nicht mehr läuft... in Innenstädte die tot sind... An sowas denkt auch keine Sau.

  • StefanZeuner
    Stefan Zeuner (@StefanZeuner) berichtet

    @ChenGonSol @jottes Naja, eigentlich ist der Kofferraum das Ergebnis von systemischem Denken und Einbezug von Digitalisierung und Software-Lag... Ausdrücklich danke für konstruktive Antworten, freut mich sehr, aber das ist wirklich das Ding, das mich langsam in die Kiste bringt, daß selbst Gutwillige meinen Ansatz von 2011 nicht so leicht verstehen (Der Patentanwalt, dem ich es 2014 vorstellte, hat es für sehr gut angesehen, aber erst beim konkreten Erarbeiten 2017 zu mehr als 50% verstanden... ;-) ) Also: Anfangsidee war es, Crowddelivery digital geführt und automatisiert anzubieten - weil damit Wege wegfallen, neue Bezugsquellen (oder alte wie der einzelne Buchhändler, der gegen amazon halt doch oft den Kürzeren zieht oder der Direktverkauf beim Bauern) erschlossen werden und auch ein Mehr an ÖPNV- und Fahrradnutzung möglich wird (man kann ohne Schlepphintergedanken einkaufen und liefern lassen). Das entstehende Logistiksystem wollte ich als europ. Gegenmodell zu amazon/BigTech offen gestalten, also sowohl Herstellung der Container (macht jetzt IFCO Systems in Pullach, die wurden 4 Monate nach meiner Präse von Private Equity übernommen, entwickelten gleich routingfähige Container und enorm viele Audi-, BMW-Ingenieure wechselten zu dem Gemüsepalettenhersteller), Zugang zum System UND die Umladestationen in Hand der Kommunen (also als klassische Infrastruktur und direkte Erlösquelle). Das macht jetzt leider BigTech und BigMoney. Der Kofferraum wurde bewußt so aufwendig/doof angeordnet, weil ich die irre 'Vorsprung durch DIGITALE Technik'-Idee umsetzen wollte (ganz bewußt zum Entwickeln von Kompetenzen, die grad fehlen...), weil ich nebenbei sicher war, daß das ein OEM 'viel billiger' bauen wird (lag ich ja richtig) und so notfalls ne Nische bleibt. Mit dem einfaltbaren Laderaum habe ich eine 'Kutsche' bei Taxibetrieb, die sich perfekt auf Kundenhöhe einstellen kann, was ja bei unserer Geriatriestation Deutschland kein nur schlechtes Argument ist. Elon musste sich ja bei Präse seines Cybercab 1.0 recht konzentrieren, um einigermaßen elegant rein- und wieder rauszukommen... Der Laderaum mit Schienensystem kann nach Tetrisart bestückt werden, mit den Containern/Boxen, mit Modulen (Camping, Pizzaofen, Pflegedienst, Zusatzakku...) oder mit speziellen Subträgern nach Thule-Art, um SurfKiteAlphörner unterzubringen. Wenn ich einen Fehler gemacht habe, dann war es der, dem Angel das Potential zu erklären, mit dem Raster/System einen Marktstandard zu setzen, also das Raster für die Boxen, für die Module auch in die dritte Dimension, auch für Züge, Busse, Shuttles einzuführen. Das hat er verstanden - er war genauer absolut authentisch auf Knien und ... zwei Tage später bei ner rel. großen Nummer in Minga... am Abend des Tages bekam ich ne Nachricht, bei der ich dachte 'Nun habe ich ein Problem' - leider richtig geraten. Also kurz: digitales Logistiksystem aus dem Kofferraum heraus gedacht, variable Bepreisung, mit dem Modulgedanken bspw. Shuttles denkbar, die in Stoßzeiten nur Leute transportieren und während Arbeitszeiten der Normalen Arbeitnehmer Containertransporte machen und extrem schnell anpaßbar sind. Damit ich net zu kurz werde: Problem, weshalb ich nach wie vor an dem Ding hänge: Neben dem Claim, daß es als Cybercab 3.0 (die Kombi von bester Auslastung , entweder nur Personen, gemischt oder nur Güter UND TopErgonomie bringt größten TAM) trotz allem als beste Lösung ansehe, hab ich ja noch ein paar Sachen weiterkonzipiert und die kann ich nicht ohne Auto machen...

  • MaximilianTichy
    Maximilian Tichy (@MaximilianTichy) berichtet

    Amazon vergisst zunehmend, dass man dort gerne einkauft, weil es WENIGER Probleme macht, als der Einzelhandel...

  • Bassmaster187
    Christian P. (@Bassmaster187) berichtet

    @robkde @ruedigersl @AitschPi Wenn man sie bei Temu kauft, keine Ahnung. Wenn man sie in europa kauft, dann müsste sie theoretisch alle Vorschriften erfüllen. Ich hab aber auch schon auf Amazon ladeziegel gesehen, die definitiv aus China kommen. Aber: ich hab mal ein ladeziegel in China gekauft für 90eur und hab großen Schrott erwartet. Hat sauber bei DC fehler abgeschaltet, hatte Temperatur früher, bei spannungsabbruch sofort abgeschaltet... ist aber bestimmt nicht die Regel

  • ClausDiem
    Claus Diem 🇩🇪 🇪🇺 (@ClausDiem) berichtet

    Dieses "Jeder" hat Herr Wadephul wohl in Sao Paulo zu jungen Leuten gesagt, die er motivieren wollte, nach Deutschland zu kommen. Das klingt erstmal nett. Aber aufpassen: Wenn der Außenminister spricht, dann spricht er als Regierungsvertreter, die Aussagen sollte man entsprechend ernst nehmen. Es geht somit nicht nur um Nettigkeiten, es geht um politische Vorstellungen zu Aufenthalt und Einwanderung. Und dann: Sollen die Kenntnis der deutschen Sprache, das Akzeptieren von Regeln und der Wille, etwas zur deutschen Gesellschaft beitragen zu wollen, wirklich das einzige Kriterium bei Aufenthalt und Einwanderung sein? Was würde das konkret bedeuten? Zunächst die Kenntnis der Sprache: Für die Einbürgerung wird das B1-Niveau verlangt. Dies legt nahe, für eine Aufenthaltserlaubnis zur Arbeit das A2-Niveau zu verlangen. Das Akzeptieren von Regeln ist ein Thema, bei dem gerade die CDU oftmals einen falschen Eindruck erweckt. Ohne sehr große Veränderungen, die Herr Wadephul sicher nicht im Sinn hat, können nur die formalen, staatlichen Regeln und nicht Regeln des Umgangs, des Benehmens relevant sein. Es kann hier faktisch nur darum gehen, dass die Bestimmungen zum Aufenthalt und das Strafrecht eingehalten werden. Das letzte Kriterium ist der Wille, etwas zur Gesellschaft beitragen zu wollen. Der Wille ist erkennbar zu wenig. Wohlwollend sollte man wohl annehmen, Herr Wadephul meine, dass man tatsächlich etwas beitrage. Wiederum wohlwollend sollte man vielleicht annehmen, Herr Wadephul habe eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit in Vollzeit im Auge. Es bleibt dann noch das als erstes genannte Integrieren in die Gesellschaft. Aber was sollte hier ein zusätzliches, tatsächlich angelegtes Kriterium sein? Jemand ist legal in Deutschland, kann Deutsch, hat eine sozialversicherungspflichtige Arbeit und ist nicht straffällig geworden - wäre das dann nicht Integration im Sinne von Herrn Wadephul? Wenn nicht, was ist gemeint? Nun die politische Frage: Dieses Konzept bedeutet in der Praxis: Amazon kann die Stellen für seine "Fulfillment center" weltweit ausschreiben; jeder kommen und dort abreiben, der ein ein A2-Niveau in Deutsch hat und vorher alles für den Aufenthalt klärt. Faktisch wäre dann die einzige Hürde, um nach Deutschland zu kommen, das Erlernen der deutschen Sprache mit einem Niveau, dass man im Alltag zurechtkommt. Eine Tätigkeit, beispielsweise bei Amazon, wird man dann schon finden. Es wird so viel über Asyl diskutiert, aber dieses Konzept ist viel massiver. Auch ein junger Afghane könnte, anstatt sich auf einen Weg mit vielen Unsicherheiten zu begeben, Deutsch mit Niveau A2 lernen, einen Arbeitsvertrag mit Amazon abschließen, ein Visum beantragen und erhalten, nach Deutschland fliegen, bei Amazon arbeiten, eine Aufenthaltsgenehmigung erhalten. Nach fünf Jahren entsprechendem Aufenthalt und verbesserten Deutschkenntnissen wäre dann der Erwerb der Staatsbürgerschaft realistisch. Wollen wir das?

  • GertEwen
    Gert Ewen Ungar (@GertEwen) berichtet

    Was sich die Ukraine zu den Angriffen auf die Logistikzentren des Versandhändlers Wildberries verspricht, bleibt unklar. Klar ist nur, kriegsentscheidend ist das nicht. Zu den Berichten draüber in deutschen Medien ist zu sagen: Wildberries ist nicht das russische Pendant zu Amazon, sondern eins der (mindestens) drei Pendants. Es gibt noch den Versandhändler Ozon und Yandex-Market. Während Amazon in Deutschland den Markt dominiert und ein Ausfall daher weitreichende Konsequenzen hätte, ist das in Russland anders. Es gibt Konkurrenten, die einspringen können und das auch gerne tun. In Deutschland wird darüber nicht berichtet, da sonst der Eindruck entstehen könnte, die Angriffe der Ukraine auf Wilberries seien einfach nur PR - was sie tatsächlich auch sind. Natürlich gibt es wirtschaftlichen Schaden, aber echte Folgen für Russland haben sie nicht.

  • jerrythom11
    Jerry Thompson (@jerrythom11) berichtet

    Review from Amazon on Zangger's book about the Trojan War: Eberhard Zangger breitet in diesem Buch die Erforschungsgeschichte der Luwier aus, die einst den Westen der heutigen Türkei besiedelten, aber von der etablierten Forschung bislang weitgehend übersehen wurden. Statt dessen wurde die Erforschung der Luwier seit über hundert Jahren von wissenschaftlichen Außenseitern vorangetrieben, deren Wirken Zangger ausführlich schildert. Es ist hochinteressant zu sehen, wie diese teils genialen Außenseiter von der etablierten Wissenschaft gemobbt, ausgegrenzt und manchmal auch in ihrer Existenz vernichtet wurden. Auch wenn Zangger sich gegen diese Deutung verwahrt, so erscheint er doch als der vorläufig letzte solche ausgegrenzte Außenseiter. Wir erfahren jedenfalls sehr viel darüber, wie es im real existierenden Wissenschaftsbetrieb zu allen Zeiten zuging, wenn ein genialer Denker und / oder ein Querdenker auftauchte. Zangger meldet sich mit diesem Buch erstmals auch persönlich wieder in der Öffentlichkeit zurück, und man gönnt es ihm: Denn Zangger schreibt sich hier erstmals seine Leidensgeschichte von der Seele, bei der man herzlich mitleiden kann. Zangger war 1999 beruflich und privat ruiniert, und auch nervlich am Ende seiner Kräfte, so dass er den "Kampf um Troja", der in diesem Buch noch einmal Station für Station aufgerollt wird, gedemütigt aufgeben und praktisch ein neues Leben anfangen musste. Wir erfahren auch, wie Zangger das mithilfe von Freunden und Gönnern tat, und wie er später unter neuer Perspektive zur Beschäftigung mit dem Trojanischen Krieg zurückfand. Das große Anliegen Zanggers, die Luwier als einen weiteren Player auf der anatolischen Halbinsel im wissenschaftlichen Bewusstsein besser zu etablieren, scheint gut gelungen. Allerdings räumt auch Zangger ein, dass die luwischen Kleinstaaten offenbar zu keiner größeren politischen Einheit zusammengefunden haben, und deshalb politisch weniger bedeutsam waren. Jedenfalls ist es gut möglich, dass die Luwier die zahlenmäßig größte Gruppe innerhalb der sogenannten "Seevölker" waren, von denen um 1200 v.Chr. ägyptische Quellen berichten. Die große Sensation in diesem Buch sind zwei Textfunde aus dem türkischen Dorf Beyköy aus dem Jahr 1878, die Zangger hiermit erstmals der Öffentlichkeit vorstellt: Drei Bronzetafeln mit Keilschrift, und eine Inschrift in luwischen Hieroglyphen auf Steinblöcken. Beide Texte geben erstmals unabhängig von den ägyptischen Quellen detailliert Auskunft, was zur Zeit der Seevölkerkriege wirklich geschah. Das ist wahrlich ein Paukenschlag! SIEHE PS UNTEN: Zangger erklärt Beyköy-Texte zur Fälschung! Leider ungenügende Quellenlage: Das Problem ist: Weder die Steinblöcke noch die Bronzetafeln aus Beyköy hat je ein heute lebender Mensch gesehen. Von den Steinblöcken existiert nur eine Abschrift, bzw. sogar nur die Abschrift einer Abschrift. Angeblich wurden die Steinblöcke 1878 in der Dorfmoschee von Beyköy verbaut. Von den Bronzetafeln existiert noch nicht einmal eine Abschrift, sondern nur eine Übersetzung, bzw. die Abschrift einer Übersetzung. Die Originaltafeln sollen bis heute in irgendeinem Museumskeller der Türkei lagern und nicht herausgegeben werden. Es wird nicht wirklich klar, warum die Tafeln bis heute unter Verschluss sind. Als drittes wird auch noch von einem weiteren Stein aus Beyköy berichtet, von dem aber ebenfalls nur eine Abschrift existiert, denn auch dieser Stein ist verloren. -- Im Detail ist die Quellenlage sogar noch verwickelter als hier in Kürze darstellbar. Zangger kann die Vorgänge der Überlieferung teilweise nur noch vermuten: "Ich hielt es zumindest für möglich, dass sich die Ereignisse so oder so ähnlich zugetragen hatten." (S. 215) Diese Quellenlage ist leider völlig ungenügend. Zangger ist sich der Quellenproblematik durchaus bewusst, wie er selbst einräumt (S. 227). Die Glaubwürdigkeit von Abschriften von Abschriften, und was nur wenige Menschen gesehen haben, von denen heute keiner mehr lebt, genügt wissenschaftlichen Ansprüchen nicht. Das hat nichts mit Misstrauen zu tun. Es geht ums Prinzip. Ohne die Vorlage der Originale kann es keine Akzeptanz geben. Gründe für eine besondere Skepsis: Es gibt neben den prinzipiellen, "streng" wissenschaftlichen Gründen auch noch weitere, äußerst gewichtige Gründe, gerade in diesem Fall mit großer Vorsicht und Skepsis vorzugehen. Denn es sind massive politische und finanzielle Interessen im Spiel. Bei einer solchen Situation ist es nicht erlaubt, naiv zu sein. Die erste staatliche Einflussnahme im Rahmen einer nationalistischen "Vergangenheitspolitik" berichtet Zangger selbst: Kemal Atatürk soll die Wegschließung der Keilschrift-Bronzetafeln angeordnet haben, weil sie von einem luwischen Sieg über die Hethiter berichten. Das widersprach der damals von Atatürk favorisierten Version von Turko-Nationalismus, die sich vor allem auf die Hethiter berief. Durch Frank Kolbs Buch "Tatort Troja" wissen wir, dass auch Korfmanns Troja-Projekt politisch missbraucht wurde, und zwar als Werbung für den EU-Beitritt der Türkei. Dazu wurde Homer nicht als Grieche, sondern als "Anatolier" dargestellt. Dahinter stand eine Spielart des Turko-Nationalismus, die "Anatolien" (auf gut deutsch: die Türkei) praktisch zur Wiege der gesamten Menschheitskultur hochstilisierte: Vom Ackerbau bis zur Philosophie sollte alles "Anatolien" zu verdanken sein. Damit war "Anatolien" natürlich auch die Wiege der europäischen Kultur, und die Türkei somit ein "natürlicher" Teil Europas. Kolb berichtet, dass Korfmann als SPD-Mitglied politisch links stand und den EU-Beitritt der Türkei aus ideologischen Gründen mit bemerkenswert schrägen Argumenten unterstützte. Aber auch der Daimler-Benz-Konzern war an einem EU-Beitritt der Türkei interessiert und kommunizierte und finanzierte entsprechend. Wir wissen, dass der Nationalismus in der Türkei seit damals nicht abgenommen hat, sondern höchstens -- wieder einmal -- seinen Charakter verändert hat. Man kann sich lebhaft vorstellen, dass die Hemmschwelle zur Einflussnahme im Sinne einer nationalistischen "Vergangenheitspolitik" immer noch sehr gering ist. Es ist auch kein Geheimnis, dass jeder, der in der Türkei Ausgrabungen durchführen möchte, sich freundlich zu Führung und Zeitgeist der Türkei verhalten muss. Auch da darf man nicht naiv sein. Zangger selbst beschreibt, wie im Jahr 2012 Kritik an der Türkei zur Entziehung der Grabungslizenz in Troja führte (S. 252). Es gibt einen Abschnitt in diesem Buch (S. 294-298), in dem Zangger recht rabulistisch gegen die Griechenland- und Rom-Zentrierung der europäischen Wissenschaft wettert. Seit der Eroberung von Konstantinopel wären "die Türken", auch als homerische Teucrer angesprochen, als "Feindbild" konstruiert worden, obwohl sich doch Europäer und Türken gleichermaßen von Troja herleiten würden. Leistungen von Griechen, die damals auf der türkischen Seite der Ägäis lebten, würden sich den Luwiern verdanken. Und schließlich wird die deutsche Griechenlandbegeisterung mit "Herrenrassendenken" in Verbindung gebracht. Diese halbwahre bzw. ganz falsche Rabulistik ist in dieser Form natürlich nicht akzeptabel, und der Leser fragt sich, warum Zangger diese Passagen nicht wesentlich differenzierter formuliert hat? Der Leser fragt sich spätestens bei dieser Passage auch, ob nicht noch andere Darstellungen in diesem Buch allzu einfach geraten sind? Zangger strapaziert an dieser Stelle das Wohlwollen seines Publikums. Den gordischen Knoten der kulturellen Differenzen sollte man grundsätzlich anders zu lösen versuchen: Man sollte begreifen, dass die modernen Europäer mit den alten Griechen genauso wenig zu tun haben wie die Türken, nämlich nichts. Statt den Türken eine direkte Kulturkontinuität bis zu Homer und darüber hinaus zu konstruieren, sollte man lieber alle solchen Konstrukte hinterfragen. Es ist doch so einfach: Die griechisch-römische Kultur gehört jedem, der sich für sie öffnen möchte. Aber eine direkte Kulturkontinuität gibt es für niemanden, weder für Türken noch für Europäer. Niemand ist nahtloser Nachfahre der "alten" Griechen, nicht einmal die modernen Griechen. Außerdem lenkt der Vorwurf des griechisch-römischen "Zentrismus" vom eigentlichen Punkt ab. Denn im Zentrum der Betrachtung steht nicht die griechisch-römische Kultur insgesamt und als solche, sondern vor allem die griechisch-römische Philosophie. Diese ist der Ursprung von Humanismus und Aufklärung, verkörpert z.B. durch die drei Namen Platon, Aristoteles und Cicero. Davon kann man nicht abgehen, wenn man Humanismus und Aufklärung nicht preisgeben möchte. Da hilft alles nichts. Wer möchte, dass sich die Völker in Ost und West auf Augenhöhe begegnen, der sollte -- wie gesagt -- lieber falsche Kulturkontinuitäten hinterfragen, als neue zu konstruieren, und vor allem sollte er die Öffnung für die Kultur der griechisch-römischen Philosophie betreiben, um so den Weg von Humanismus und Aufklärung zu beschreiten. Dies ist der einzige Weg, der zum Ziel führt. Der islamische Humanismus ist ja keine neue Erfindung, sondern hat eine große und alte Tradition, da gibt es kein prinzipielles kulturelles Problem. Solche differenzierten Gedanken finden sich aber in Zanggers Buch leider nicht. Schließlich müssen aus prinzipiellen und systematischen Gründen auch noch Zanggers Mäzene, Gönner und Freunde, die ihm mit Einfluss, Rat und Geld zur Seite stehen, als mögliche Quellen eines Bias genannt werden, auch wenn es -- dies sei betont -- keinerlei Anhaltspunkte dafür gibt. Zangger nennt z.B. eine türkische Unternehmerfamilie, oder den deutschen Millionär Reemtsma. Reemtsma ist z.B. politisch links eingestellt, wie auch schon Korfmann (allerdings vermutlich auf einem ganz anderen Niveau). Über das von ihm gegründete Institut für Sozialforschung hat Reemtsma bereits Einfluss auf politische Debatten in Deutschland genommen. Natürlich in bester Absicht. Es ist unerfreulich, aber auch darüber muss kurz gesprochen werden: Anders als Zangger meint, sind durchaus Möglichkeiten erkennbar, wie die Texte hätten gefälscht werden können. Sei es, dass es die Originale niemals gab, sei es, dass die Originale einen anderen Text zeigen als die Abschriften bzw. die Übersetzung. Keiner der heute lebenden Menschen hat je die Originale gesehen. Der Zugang zu den Originalen war immer auf sehr wenige Personen beschränkt. Diejenigen, die Zugang hatten, hatten durch die Kompetenz, diese alten Texte zu lesen, natürlich auch die Kompetenz zu Fälschung und Verfälschung. -- Der Spiegel berichtete, dass der Keilschriftexperte Mark Weeden Zangger dazu aufgefordert hatte, auf eine Publikation zu verzichten, weil er "bestimmt einer Fälschung aufgesessen" sei. Näheres erläutert der Spiegel leider nicht. Kein Verdacht, aber die Latte liegt hoch: Diese Aufzählung der massiven politischen und finanziellen Interessen sowie der Möglichkeit von Fälschungen ist nicht zu dem Zweck geschehen, Verdacht zu schüren, Zanggers Ehrlichkeit infrage zu stellen, oder seine Mäzene "anzuschwärzen", die mit ihrem Geld womöglich ein sehr gutes Werk tun, für das wir ihnen sehr dankbar sein müssen! Vielleicht ist ja alles in bester Ordnung. -- Es geht um etwas anderes: Es sollte gezeigt werden, dass die Latte für Glaubwürdigkeit in diesem Fall besonders hoch liegt. Naivität ist in einem Umfeld von massiven politischen und finanziellen Interessen schlicht nicht erlaubt. Deshalb gilt: Die Originalquellen müssen unbedingt öffentlich zugänglich gemacht werden! Ohne das kann es keine Akzeptanz geben. Die Bronzetafeln mit der Keilschrift müssen aus dem Museumskeller heraus. Und es sollte angesichts der Bedeutung der Originale möglich sein, eine Ende des 19. Jahrhunderts errichtete Dorfmoschee in Beyköy (Distrikt Ihsaniye, Afyon; heute 1000 Einwohner) vorübergehend abzutragen, und hinterher schöner und neuer wiederzuerrichten, um an die originalen Steinblöcke mit den luwischen Hieroglyphen heranzukommen. Es führt kein Weg daran vorbei. Ohne die Originale kann es keine Akzeptanz geben. Erstens aus Prinzip nicht. Und zweitens wegen des stark interessegeleiteten Umfeldes nicht. Drittens aber würde sich auch Zangger selbst einen großen Gefallen damit tun. Denn ohne die Originale werden die kritischen Fragen nicht aufhören, und das mit Recht. Das ist absehbar, denn es liegt in der Natur der Sache. Atlantis: Zangger beschreibt, wie er Ostersonntag 1990 auf die Idee kam, dass Platons Atlantiserzählung sich auf den Trojanischen Krieg beziehen könnte, wie ihn dies zur Entdeckung von wasserbaulichen Anlagen rund um Troja führte, und wie er dadurch auf die Idee kam, dass es eine große Unterstadt von Troja gegeben haben muss (S. 258-260). Als Zangger daraus ein Buch machen wollte, habe er Archäologen und Althistoriker um ihre Meinung gebeten, weil er sich bei der Interpretation eines Platontextes unsicher fühlte. Eine Reihe von Wissenschaftlern sagten ihm nach Durchsicht seines Manuskriptes Unterstützung zu (S. 269). Schlägt man die Namen aber nach, dann stellt sich heraus, dass es praktisch ausschließlich Archäologen waren, die Zangger Unterstützung zugesagt hatten, und keine Althistoriker. Man fragt sich zudem, warum Zangger nicht die Unterstützung von Altphilologen suchte, denn wenn es um einen Platontext geht, wären sie doch die erste Adresse gewesen? Die Reaktion von Korfmann, als er erfuhr, dass Zangger das Thema Atlantis anschneiden wollte, soll gelautet haben: "Das würde ich fallen lassen wie eine heiße Kartoffel!" Als Korfmann von der bevorstehenden Veröffentlichung erfuhr, soll er gemeint haben, dass man auch die Altphilologen für das Vorhaben gewinnen müsse. Der schroffe Gegensatz zwischen Zangger und Korfmann sei dann entstanden, so vermutet es Zangger, weil Korfmann mit Tübinger Altphilologen Rücksprache zum Thema Atlantis hielt, die Zanggers Thesen "naturgemäß" kritisch gegenüberstanden. (S. 269 f.) Dieses Wörtlein "naturgemäß" ist von Zangger recht unglücklich gewählt. Denn wer davon überzeugt ist, dass Atlantis ein realer Ort war, sollte doch der Meinung sein, dass die Altphilologie diejenige Wissenschaft ist, die dies "naturgemäß" bestätigen kann? Natürlich erst nach der Überwindung von traditionellen Irrtümern. Einzelfragen: Zangger berichtet in diesem Buch über das vielfache Versagen der etablierten Wissenschaft im Umgang mit genialen Außenseitern. Man hätte sich gewünscht, dass Zangger konstruktive Vorschläge macht, wie der Wissenschaftsbetrieb organisiert werden sollte, um diese Probleme zu lösen, ohne darüber das Ideal der Wissenschaft aufzugeben. Zangger stützt sich in seiner Troja-Darstellung auf den mittelalterlichen Autor Guido de Columnis. Das ist aber nur die mittelalterliche Legende von Troja und insofern doch eher fragwürdig. Es muss kritisch gefragt werden, ob Zangger nicht besser daran getan hätte, wenigstens Goetzes Übersetzung des Beyköy-Textes vollständig zu edieren, bevor er populär darüber schreibt. In diesem Buch sind nur zwei von 67 Seiten der Goetze-Übersetzung in Fotokopie abgedruckt. Der Leser hat also praktisch außer dem Zeugnis Zanggers nichts in der Hand. Für gewöhnlich publiziert man zuerst wissenschaftlich, und dann erst populärwissenschaftlich. Goetze soll behauptet haben, dass der Beyköy-Text alle Namen der Seevölker, die aus dem ägyptischen Medinet Habu bekannt sind, in Kleinasien ansiedelt. Woudhuizen ist da aber doch anderer Ansicht? Da Woudhuizen in diesem Buch viel Zustimmung erfährt, hätte man das diskutieren sollen. Goetzes Übersetzung des Beyköy-Textes formuliert ein erstaunlich modernes Geschichtsbewusstsein, nämlich ein aktives Erforschen der Vergangenheit aus zugänglichen Quellen, ein Bewusstsein für die Limitiertheit der Quellen, und eine recht klare Unterscheidung von mythischer und historischer Überlieferung (S. 303). Für eine Zeit viele Jahrhunderte vor Homer, der ein solches Geschichtsbewusstsein definitiv noch nicht kannte, und viele Jahrhunderte vor Herodot, der dieses Geschichtsverständnis in seiner "Erforschung" ("historia") erst etablieren musste, ist das schon recht erstaunlich. PS 11.03.2018: Inzwischen hat Zangger erkannt und öffentlich gemacht, dass Mellaart ein notorischer Fälscher war und die Beyköy-Texte Fälschungen sind. Damit hat Zangger zwar einen Rückschlag erlitten, man muss diesen Vorgang allerdings auch als eine Investition in Zanggers Glaubwürdigkeit sehen. Zangger hat sich mit diesem Schritt selbst einen Gefallen getan. Mit Zangger wird jetzt auch in Zukunft noch zu rechnen sein. Und das ist erfreulich!

  • DstryEvrthng
    Snebbet | (@DstryEvrthng) berichtet

    @immer_irgendwas Bei mir steht der Fahrer teilweise selber dabei und sagt ich soll es öffnen und schauen ob alles OK ist. Amazon hat da wohl echt riesige Probleme

  • SecureZone0
    SecureZone (@SecureZone0) berichtet

    Amazon liefert bald nicht nur Pakete und Cloud-Server, sondern auch Mobilfunk direkt aufs Smartphone. Brauchen wir wirklich noch Telekom-Riesen, wenn Big Tech am Ende die Infrastruktur übernimmt? Wie seht ihr das?

  • Dagnysback
    Leonie Liberty 🇺🇸🇮🇱🇦🇷 (@Dagnysback) berichtet

    @GabrieleFritz3 Sie verstehen es nicht. Es geht weder um Amazon noch um Temu. Es soll auch kein Geschäft gezwungen werden offen zu halten. Was bereitet linken Menschen solche Probleme anderen Menschen Eigenverantwortung zuzubilligen? Lieber die Idiotenfaust in den Himmel und den Staat anbeten.

  • chriszoldyck
    Chris Cifer | Dawntrail Arc (@chriszoldyck) berichtet

    @MuscleNerd3 @EgloriousG Hab nen bisschen recherchiert. Das soll an Amazon Web Services liegen, wo auch die Server Infrastruktur von PSN liegt. Und das ist offenbar ausgefallen.

  • Epikur_vS
    Institut für Realitätsabgleich (@Epikur_vS) berichtet

    OpenAI-Neuigkeiten zu AKWs und KI in Deutschland: Siehe unten nach dem Überblick. Das KI-Thema wirft ein neues Licht auf Atomkraftwerke. AKW-Gegner sagen, deren Bau dauere zu lange, aber große KI-Firmen haben nicht nur Verträge für den Bau neuer AKWs, sondern Reaktivieren auch alte sehr rasch. Beispiele: - Amazon nutzt das Kernkraftwerk Susquehanna bereits JETZT etwa 300 MW für KI. Die aktuell genutzte Strommenge ist noch gering soll schrittweise hochgefahren werden (grob 1 GW bis 2029 und 2 GW bis 2032). - Microsoft ist beim Restart von Three Mile Islands VOR ihrem Zeitplan und will in der zweiten Hälfte von 2027 den Strom für AKWs nutzen (auch hier etwa 840 MW). - Meta: Hat Ausschreibungen für 1–4 GW Kernkraft gestartet und Verträge mit Vistra, Oklo und TerraPower. Vor 2030 werden die nicht Strom liefern. Ziel sind 6,6 GW (!!!) bis 2035. - Google fährt zweigleisig: a) In Minnesota setzen Sie auf 1,6 GW Wind+Solar und 300 MW / 30 GWh Batteriespeicher von Xcel Energy; es sollen neuartige Eisen-Luft-Batterien zum Einsatz kommen. b) Gleichzeitig begann KairosPower im April mit einem AKW-Bau für Google. Ziel sind 500 MW bis 2035 mit neuen Reaktortypen (SMRs, Fluor-Salz-Reaktoren). Zu beachten: Die 1,6 GW installierte Wind- und Solar-Kapazität sind zwar mehr als das Dreifache der 500 MW Kernkraft, liefern aber aufgrund des geringeren Kapazitätsfaktors pro Jahr nur etwa 30 % mehr Strom (in GWh). - xAI geht mit Grok einen anderen Weg: Aktuell Gas und Batteriespeicher, Solarstrom soll zunehmen und langfristig die Rechenzentren ins Weltall auf Orbits die stets Sonnenenergie liefern. - OpenAI (ChatGPT) hat laut heutigen Meldungen offenbar Kanzler Merz und Finanzminister Klingbeil auf ein Rechenzentrum in Deutschland angesprochen, WENN dafür 1GW günstiger und stabil verfügbarer französischer AKW-Strom genutzt werden kann. Aktuell sieht es so aus, als würde daraus nichts, was aber auch an OpenAI liegen kann.

  • toxischfrei
    Toxisch Freiheitlich (@toxischfrei) berichtet

    @KeilaniFatina @bitterlemmer War hier das Gleiche, allerdings Osteuropäer. Unsere Amazon Fahrer (Hut ab!) machen auch einen prima Job. Das macht allerdings die Probleme, die die anderen Vollpfosten verursachen nicht kleiner.

  • RedfoxMeinung
    Redfox (@RedfoxMeinung) berichtet

    @AlexWallasch @Birgit_Kelle Ich habe das Buch gelesen, also mir als Kindleversion auf Amazon gekauft. Ich habe mich mit dem Thema noch nie vorher beschäftigt, aber so passiert es eben öfter mal, dass einem Themen unter kommen, die einen interessieren. Ausgelöst durch Spahn, Streeck und Höcker. Tolles Buch

  • Sunnymica
    💙💛 Regina Laska (@Sunnymica) berichtet

    Russische Hacker haben sich laut niederländischen Geheimdiensten Zugang zu zivilen Überwachungskameras entlang von NATO-Transportrouten verschafft, um Waffenlieferungen an die Ukraine zu beobachten. Viele der Geräte waren nur mit Standard-Passwörtern und veralteter Software gesichert. Überraschend ist das nicht. Russland braucht keine James Bonds. Manchmal reicht ein LKW-Fahrer, wie der vom Bahnhof Minden, einer Drehscheibe für militärische Transporte an die NATO-Ostflanke. Dort hatte ein Trucker eine handelsübliche Kamera an einem Mast angebracht, vermutlich indem er seinen LKW daneben parkte und aufs Fahrerhaus kletterte. Kostenpunkt: ein paar Hundert Euro, bei Amazon zu bestellen. Im Herbst 2025 schaute ein Bahnmitarbeiter zufällig nach oben. Ein 43-jähriger Litauer aus Detmold wurde daraufhin verdächtigt. Das ist das eigentliche Problem: nicht der verbitterte LKW-Fahrer, sondern die Tatsache, dass der Aufwand so lächerlich gering ist. Russland muss niemanden aufwendig rekrutieren. Es muss nur jemanden finden, der weiß, wo er suchen soll: in jeder Spedition, in jedem Hafen, an jedem Bahnhof steht immer einer, der ein paar Euro auf die Kralle gut gebrauchen kann. Und wir installieren derweil weiter Kameras mit Standard-Passwort und veralteter Software.

  • Der_Politologe
    Der_Politologe (@Der_Politologe) berichtet

    @irgendwasmitit @Blaze2Bulls Amazon kooperiert deutschlandweit mit ATU. Das heißt mit dem Beleg von Amazon kannst du dein Altöl bei ATU gratis abgeben in der gleichen oder kleineren Menge. Und selbst wenn nicht, die meisten Wertstoffhöfe nehmen Altöl bis 10l gratis an. Also kein Problem, online Öl zu kaufen.

  • mary_curie_
    Sommer-Mary 🇩🇪 | ☀️ | 🌡 | 🥵 (@mary_curie_) berichtet

    @ScepticCheetah Er würde wahrscheinlich ein schwarzes Bild posten, mittendrin der Schriftzug: ‚Die Endlichkeit des Seins erinnert uns daran, wie unendlich wichtig meine klugen Analysen im Kampf gegen den Populismus sind.‘ – Ruprecht Polenz. Darunter verlinkt er direkt die Amazon-Bestellseite seines aktuellen Buches mit dem Hinweis: ‚Mehr zum Thema Vergänglichkeit und Haltung ab Seite 142. Jetzt lesen!‘

  • zero_dot1
    👨‍🦯👨‍🦽 ZeroDot1🍀 @zerodot1.bsky.social (@zero_dot1) berichtet

    @AmazonHelp Man kann keine Entwickler über das Kundencenter kontaktieren damit das Problem gelöst wird.

  • TheAbsintheSL
    The Absinthe @katinkaddorf.bsky.social (@TheAbsintheSL) berichtet

    @0_7_user Ich war fast 20 Jahre Callcenteragent u.a. bei UPS, Amazon und Galeria Kaufhof. Mein Job wird berewits massiv von KI übernommen und zwar sehr schlecht. Ich halte das Wegfallen von Kundenservice für einen Fehler.

  • NiehuesDustin
    Kantholz (@NiehuesDustin) berichtet

    @Inclutus @amazon Hatten meine Eltern auch. Statt Poolleiter kam eine Heckenschere. War kein Problem, wollte nur Foto haben und dan kam die Leiter

  • idova01
    ☮Mirco☮ (@idova01) berichtet

    @AmazonHelp Ja, es gibt diverse Probleme, man muss Amazon DE behalten, sonst verliert man alle bei Prime gekauften Filme! Ich habe sogar DE Konto behalten müssen um Prime nutzen zu können. Ich sage daher auch: Amazon ist kein Europäer!